Allergien mit Traditioneller Naturheilkunde behandeln

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allergie

Gerade im Frühjahr und im Sommer atmen wir jeden Tag rund 5000 Pollen ein. Denn jede Erle, jede Birke und sogar jede Roggenähre enthält Millionen feiner Pollen, die der Wind in die Ferne trägt, um sie dort auszusäen. Normalerweise kommt der Körper gut mit den fehlgeleiteten Pollen zurecht, die durch die Schleimhäute in den Blutkreislauf gelangen. Doch bei 15 bis 25 Prozent der Deutschen schlägt das Immunsystem Fehlalarm …

Wie eine Allergie entsteht

Einerseits spielt die genetische Veranlagung eine Rolle, andererseits sind aber auch Umweltfaktoren im Spiel. Aus naturheilkundlicher Sicht haben die verschiedenen Temperamente (Choleriker, Phlegmatiker, Melancholiker, Sanguiniker) als Grobeinteilung des Mikrokosmos Mensch prägenden Einfluss auf die funktionellen Abläufe im jeweiligen Individuum. Neben der energetisch-strukturelle Grundsituation bestimmen die unterschiedlichen Temperamente über die Art der Reizaufnahme (Sensibilität) und der Reizantwort (Irritabilität), welche für die Funktionalität im jeweiligen Organismus von großer Wichtigkeit sind und sie daher essentiell für die Entstehung von z.B. Allergien verantwortlich sind. Über die Unterscheidung in verschiedene Konstitutionstypen – die in aller Regel über die Augendiagnose erfolgt – lassen sich diese Grunderkenntnisse noch weiter konkretisieren.

Therapie in meiner Naturheilpraxis

Wie bei jedem Patienten/Beschwerdebild versuche ich von den ersten Augenblicken an mit allen Sinnen Informationen zu sammeln, die im Hinblick auf Temperament und Konstitution bedeutsam sind.

  • Steht der Patient dynamisch auf oder ist der Bewegungsablauf gehemmt?
  • Ist die Körperhaltung gerade und das Gangbild symmetrisch oder gibt es Einschränkungen?
  • Ist der Händedruck kraftvoll oder eher schwächlich?
  • Ist die Haut warm und gut durchblutet oder eher kalt?
  • Hat das Gewebe eine guten Grundtonus oder ist es mehr pastös-verquollen?
  • Sind Haut und Unterhaut elastisch-federnd oder eher trocken und reaktionsarm?
  • Sind Stockungen oder Stauungen im Gewebe erkennbar?
  • Die Pulsqualität des Patienten: Ist dieser schnell oder langsam – kräftig oder schwächlich – oberflächlich oder tief?
  • Ist der Lidspalt weit oder eher verengt?
  • Ist die Zunge rötlich und gut durchblutet? Ist sie welk oder gequollen? Sind Beläge erkennbar? Ist ein Mundgeruch verspürbar?

Die Anamnese liefert weitere Anhaltspunkte:

  • Gibt es gravierendere Vorerkrankungen? Wenn ja, welche, wann und mit welchem Verlauf, bzw. welcher Art von Behandlung?
  • Gibt es Vor-Operationen?
  • Wie steht es mit Implantaten, Zahnfüllungen, Piercings, Tättowierungen?
  • Wie sieht es mit familiären Vorbelastungen aus?

Ebenfalls von bedeutendem Einfluss sind der Ablauf der Grundfunktionen, nämlich Appetit und Verdauung, Trinkmenge und Wasserlassen, Schlafverhalten, Hautatmung und für die weiblichen Patientinnen der Zyklusablauf. Die Augendiagnose schließlich kann über die Bestimmung der Konstitution und als Funktionsdiagnose weitere Erkenntnisse über den Patienten liefern.

Ein Beispiel: Zwei Patienten – beide Mitte 50 – der eine mit cholerischem Temperament und carbo-nitrogenoider Konstitution, der andere ein Phlegmatiker mit plethorischer Konstitution leiden unter allergischen Reaktionen.

Beim ersten Patienten haben die vorherrschenden Qualitäten Wärme und Trockenheit zu vermehrter Bildung und Ablagerung von Schärfen und Schlacken geführt welche mit erhöhter Spastik und dadurch erhöhter Sensibilität im umliegenden Gewebe verbunden ist. Zur Behandlung kommen deshalb vor allem befeuchtende Maßnahmen, z.B. Auflagen in Betracht. Diese sollten höchstens lauwarm sein um die Gewebespastik nicht zu forcieren. Alle Maßnahmen, welche den Tonus der Fasern vermindern und einen vermehrten Säfte- und Lymphfluss in die betroffene Region ermöglichen sind bei diesem Patienten hilfreich, um die überschießenden Reaktionen abzumildern.

Ganz anders bei Patient zwei: Gewebestockungen und -stauungen aufgrund seiner kalten und feuchten Grundregulierung haben bei diesem zu den allergischen Reaktionen geführt. Hier sind warme, energetisierende und faserkräftigende Maßnahmen – wie etwa Rotlicht, Heißluft, trockenes Schröpfen oder kräftige Massagen indiziert um seine Art Allergie angemessen zu behandeln.

Alle therapeutischen Methoden und Medikationen müssen den genannten qualitativen Grundrichtungen folgen um im Einzelfall erfolgreich sein zu können. Daher ist für die Behandlung nach den Grundsätzen der Traditionellen Medizin vor allem relevant, dass die gewählte Therapieform – egal ob es sich um manuelle Verfahren, Reflexzonenbehandlungen oder medikamentöse Verordnungen handelt – die Vorgaben aus der Elementen- und Qualitätenlehre erfüllt. Über diese Grundlagen hinaus gilt es, den Organismus durch sog. Umstimmungstherapien wieder in eine normale Balance zwischen Reiz und Reaktion zu bringen.

Aus meiner langjährigen Erfahrung kann ich sagen, dass in den meisten Fällen Allergien sehr effektiv mit der Traditionellen Naturheilkunde behandlet werden können. Die Desensibilisierungstherapien, Prick- und Provokationstest oder Medikamente der Schulmedizin, sowie sog. Bioresonanztherapien kann ich in diesen Fällen nicht empfehlen, da Sie meines Erachtens das Leiden nur verschlimmern.

Leiden auch Sie an Allergien? Dann vereinbaren Sie einen Termin in meiner Praxis! Gerne helfe ich Ihnen weiter!

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